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Lifestyle: Bodyshaming – die Instagram Krankheit

Bodyshaming Blogpost

Normalerweise bin ich kein großer Fan davon richtig deepe Blogposts hochzuladen, da man sich durch ernstere Themen schnell unbeliebt oder gar angreifbar macht. Nichtsdestotrotz beschäftigt mich das Thema Bodyshaming selbst schon seit einigen Jahren und ich hoffe einfach das ich mit meinem Beitrag ein paar Mädels zurück in die Realität holen kann.

Fangen wir doch mal bei mir persönlich an:

Vor gut 3 Jahren habe ich angefangen mich intensiv mit Instagram zu beschäftigen. Bevor ich Instagram genutzt habe, habe ich mir eigentlich nie wirklich Sorgen um meine Figur gemacht, denn ich dachte immer ich sei normal (was ich auch immer noch bin). Naja, je mehr ich mich mit Instagram beschäftigt habe, desto mehr ist mir aufgefallen wie ich angefangen habe super hübsche, blonde, große und vor allem dünne (mit dünn meine ich eher mager) Mädels anzuhimmeln. Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich mit meinem damaligen Freund in Abu Dhabi auf Urlaub war und eines Abends in Tränen ausgebrochen bin, weil ich mich in einem enganliegenden Kleid zu „dick“ gefühlt habe – crazy aber wahr. Man beachte, dass ich zu der Zeit um die 48kg gewogen bin. Bei einer größe von 1,60m eigentlich schon eher in Richtung Untergewicht. Ab diesem Zeitpunkt ist der ganze Spaß eigentlich nur noch schlimmer geworden und heute, 5kg schwerer (der Körper verändert sich nun mal mit der Zeit), wünsche ich mir oft meine 48kg zurück und das obwohl ich damals genau so „unzufrieden“ war wie jetzt. Mittlerweile hat es sich bei mir so eingependelt, dass ich einfach dann zum Sport gehe wenn ich Lust habe und meistens auch das Esse worauf ich Lust habe. Dennoch achte ich auf einen gesunden Lifestyle aber wenn mir alles mal wieder etwas zu viel wird gönne ich mir halt mal eine Pause von Carbs.

Bodyshaming – ein Problem der Instagram Gesellschaft

Die super dünnen Insta Girls schießen mittlerweile wie Pilze aus dem Boden und gaukeln einem das perfekte Leben vor. Ständig auf Reisen, der perfekte Freund, der perfekte Body und obendrein Pizza essen. Zumindest ist es das was man auf den Bildern so sieht. Oft habe ich mir gedacht, wie gemein – ich esse ständig Salat und sehe trotzdem nicht so aus wie Bloggerin XYZ, obwohl diese immer Pizza und French Fries isst. Jahrelang habe ich den Fehler an mir gesucht und habe alles mögliche probiert um auch eines dieser Mädels zu werden. Ich dachte immer, wenn ich auch so dünn wäre, würde ich vielleicht auch mehr Follower bzw. Likes auf Instagram haben. Egal ob Sport oder hungern – habe ich alles schon durch. Glücklicherweise hat mein Körper mir immer rechtzeitig Warnsignale in Form von Kreislaufstörungen oder Bauchschmerzen gesendet, sodass meine Abnehmaktionen meistens nichts all zu lang angehalten haben. Was ich damit eigentlich sagen will ist, dass all diese super „perfekten“ Instagram Mädels einem in gewisser Weise unzufriedenheit vermitteln. Klar finde ich die Fotos auch toll aber wenn ich ehrlich bin frage ich mich schon ab und an ob es das wirklich Wert ist.?! Essen gehört eigentlich zu einer gewissen Lebensqualität und jeder einzelne von uns kann sich so glücklich schätzen das wir überhaupt die Möglichkeit haben alles essen zu können was uns schmeckt. Wieso sich also quälen und hungern? Für die paar Likes mehr? Sorry, aber da bin ich raus!

Die bittere Wahrheit

Ich hoffe ich enttäusche jetzt niemanden von euch, aber ich möchte einfach mal ganz ehrlich sagen – das meiste an diesen Bildern ist gefaked. Viele dieser Püppchen würden wahrscheinlich nicht mal Ansatzweise ein Stück Pizza anrühren, meistens ist es der Freund der diese bestellt und letztendlich auch isst – hauptsache man hat ein Foto damit gemacht, denn Food + hübsches Mädchen gibt in der Regel unmengen an Likes. Und selbst wenn man schon dünn ist, mit Weichzeichner und Facetune wird das ganze natürlich nochmal in ein ganz anderes Licht gerückt. Irgendwie kann ich es auch verstehen, denn es ist einfach Fakt: je hübscher bzw. dünner desto mehr Likes bekommt das Foto. Ebenfalls traurig aber wahr. Viele s bad word en diese Likes natürlich an und setzen sich somit unter Druck das perfekte Leben und den perfekten Body zu inszenieren. Das hierbei oft mit Filtern, Photoshop und Facetune nachgeholfen wird sagt einem natürlich keiner…

Mir ist in letzter Zeit vermehrt aufgefallen, wie es mittlerweile einfach normal geworden ist so ein perfektes Leben zu inszenieren. Natürlich zeige auch ich nur die schönsten Impressionen aus meinem Leben und würde wohl nie einen Snap oder ein Foto hochladen auf dem ich weine. Eines kann ich euch aber sicher sagen: selbst das noch so perfekte Mädchen findet immer etwas was ihr an sich nicht gefällt und hat auch mal einen schlechten Tag! Und überraschenderweise haben selbst einige der sehr dünnen Mädels oft das Gefühl von Bodyshaming. Nicht selten ist es der Fall, dass sich junge Frauen aufgrund des Drucks der auf Instagram herrscht runterhungern, und sich dann nicht mehr wohl in ihrem eigenen Körper fühlen. Wie man also sieht ist es ein Teufelskreis und es geht sowohl in die eine als auch in die andere Richtung.

Die Sache ist, keiner von uns kann beurteilen was gut/schlecht/normal/nicht normal ist. Die Hauptsache ist, dass sich jeder in seinem Körper gut fühlen sollte ohne sich von der Gesellschaft unter Druck gesetzt zu fühlen. Solange man gesund und glücklich gibt es an keinem Körperbau was auszusetzen.

Ich hoffe ich konnte euch mit meinem Blogpost die Augen öffnen und euch dazu anregen das Thema Bodyshaming und allgemein den Wandel auf Instagram etwas zu hinterfragen.

Last but not least: say NO to Bodyshaming!

xox Emily

P.s.: Ich möchte mit diesem Blogpost absolut niemanden persönlich angreifen! Jeder darf sein wie er möchte und das essen was er möchte, ich habe in diesem Blogpost nur meine persönliche Meinung / Wahrnehmung beschrieben.

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2 Kommentare

  • Antworten
    silvi
    Juli 3, 2017 at 9:18 pm

    Wundervoll, ehrlicher und auf den Punkt gebrachter Text. Du bist wundervoll – danke für diesen Beitrag!
    Alles Liebe, Silvi <3

    • Antworten
      Emily Velkovski
      Juli 12, 2017 at 2:50 pm

      <3

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